5.6 KiB
Wie kommen wir hier weg?
Levina betrachtete kurz ihren Status. "Wow, wir sind ja nochmal richtig im Level aufgestiegen. Ich bin jetzt Level 75", verkündete sie stolz. "Krass, das war mir in der ganzen Action mit Katzi gar nicht aufgefallen", freute sich auch Ophelia. Alle nahmen sich die Zeit, um ihre Skillpunkte zu verteilen. Ihr Charakterbogen sah nun wie folgt aus:
"Wie machen wir nun weiter?", fragte Emelie. "Wir sollen doch Arx anrufen, wenn wir den letzten Hinweis gefunden haben", sagte Ophelia. Levina holte das Handy aus ihrer Tasche, zog die Antenne heraus und klappe das Handy auf. Es klingelte 3 Mal, dann konnte sie eine laute brüllende Stimme hören: "Ja, Dietmar hier." "Hallo Dietmar, ist Arx in der Nähe? Können wir ihn sprechen?", fragte Levina. "Ähm nein, der ist gerade verhindert. Habt ihr den Hinweis etwa gefunden?", wollte die Maus im Körper eines Bären wissen. "Haben wir. Er ist auf einem Spielplatz beim Krankenhaus. Dort, wo wir euch damals gefunden haben", erklärte Levina. "Ah super, dann weiß ich Bescheid", antwortete Dietmar. "Frag ihn, wie wir jetzt dort hinkommen sollen, wenn Arx nicht da ist", flüsterte Ophelia ihrer Schwester zu. Levina nickte und sagte: "Dietmar, wie sollen wir denn jetzt zum Spielplatz kommen?" "Ja, das ist jetzt ein wenig doof. Euch fällt sicher etwas ein. Ich muss jetzt schnell los. Bis später." Levina hörte ein Klicken und dann nichts mehr. "Hallo, Dietmar? Bist du noch da?" Aber es kam nichts mehr. "Er hat einfach aufgelegt, wie kommen wir denn jetzt zum Spielplatz?", fragte Milena. "Ich habe da schon eine Idee", sagte Levina und nahm die anderen Kinder mit in den Park.
Im Park angekommen führte Levina die anderen direkt zu den mexikanischen Gabelböcken. Die sahen Rehen sehr ähnlich, waren aber etwas größer und hatten ein hellbraunes Fell. "Was wollen wir hier?", fragte Emanuel. "Na ja, ich habe mal in der Medizini, diese Kinderzeitung aus der Apotheke, gelesen, dass der mexikanische Gabelbock das schnellste Landtier nach dem Geparden ist", unterrichtete Levina die anderen Kinder. Emanuel brachte diese Antwort nicht weiter: "Und was hilft und das nun?" "Lass mich mal machen. Vertraut mir", sagte Levina und ging mit ausgebreiteten Armen auf die Gabelböcke zu. "Also heute bin ich wirklich stolz auf meine kleine Schwester", prahlte Ophelia stolz. Auch Emelie und Milena verstanden, was Levina vorhat, und dann machte es auch bei Emanuel klick. Die Gabelböcke ließen Levina ganz nah an sich ran und dann streichelte sie die Tiere sachte. Sie zeigte auf die anderen Kinder und die Böcke liefen auf sie zu. "Los steigt auf, sie werden euch zum Spielplatz bringen", sagte Levina, während sie selbst auf Katzi stieg.
Die Reise dauerte seine Zeit, aber es machte unglaublich viel Spaß. Sie konnten auf den Tieren einfach über die Autobahn galoppieren. Aber anstatt um Wälder herumfahren zu müssen, wie Autos, konnten sie einfach durch den Wald reiten und dass mit einer enormen Geschwindigkeit. So kamen sie nach ein paar Stunden zum Wald, in dem sich der Spielplatz befand. Dort verabschiedeten sich die Kinder von den Böcken und ließen sie wieder nach Hause laufen. Sie machten sich auf den Weg, die restlichen Schritte zum Spielplatz zu laufen, als Katzi plötzlich zu knurren anfing. Dietmar stolperte vor den Kindern aus dem Dickicht. Er blutete aus mehreren Wunden und keuchte schwer: "Ich weiß nicht warum, aber hier sind ganz viele Bugs, so als ob sie schon auf uns gewartet hätten." Die Kinder rannten schnell zu Dietmar. Levina heilte Dietmars Wunden mit ihrem Heillied. Dann fragte sie ihn: "Erzähl uns allen, was passiert ist." "Fritz, Bruno und ich haben Arx eine Nachricht hinterlassen und sind dann direkt hier hergekommen. Als wir ankamen, ist eine riesige Horde Bugs erschienen und haben Bruno und Fritz besiegt. Ich konnte gerade noch so entkommen und bin dann in euch reingestolpert", erzählte der Bär. Katzi knurrte den großen Bären weiter an. "Katzi, hör auf, das ist ein Freund", befahl Levina dem Tiger mental. Katzi hörte auf zu knurren, ließ den riesigen Bären jedoch nicht aus den Augen. "Wie hoch ist eure Gewandtheit?", fragte Levina in die Gruppe. "Ich habe mich eher auf Glück und Intelligenz spezialisiert", sagte Emanuel. "Bei mir ist es auch so. Ich habe den Großteil meiner Punkte in Intelligenz gesteckt. Das bringt mir als Magierin am meisten", erklärte Levina. Milena und Emelie schüttelten nur den Kopf. "Okay, ich habe 43. Ich werde mich", "43 in Gewandtheit?", unterbrach Emanuel Levina mit großen Augen. "Ja, 43. Also ich werde mal vorsichtig zum Spielplatz schleichen, um uns einen Überblick zu verschaffen, womit wir es hier zu tun haben", sagte Levina.
Levina schlich sich direkt durch den Wald. Katzi begleitete sie, hatte sich jedoch unsichtbar gemacht. Sie kam zum Spielplatz und entdeckte, dass sie ein riesiges Problem hatten. Es waren nicht nur unfassbar viele Bugs vor Ort, sondern auch ein riesengroßer Käfer, der sicher so groß wie ein LKW war. Sie sah den Eingang unter dem Klettergerüst. In diesem Hohlraum unter dem Klettergerüst hatte damals alles angefangen. Sie erinnerte sich noch, wie sie dort um den Steintisch saßen und die Abenteurkanzlei gegründet hatten und wie dann der Boden unter ihnen verschwunden war. Sie schüttelte den Kopf. Keine Zeit nun in Erinnerungen zu schwelgen, dachte sie sich und ging zurück zu den anderen.
Als sie wieder bei den anderen ankam, sagte sie: "Leute, wir haben ein Problem." Alle erschraken und beschwerten sich: "Du kannst dich doch nicht so an uns anschleichen. Was hast du gesehen?" "Nichts, was euch gefallen wird", sagte sie, nahm sich einen Stock und fing an im Dreck eine Zeichnung zu machen.
