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@@ -28,3 +28,5 @@ Portalstein
Levelaufstieg
Teleportstein
Abenteurkanzlei
Wildtrude
Yassin

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build:
sudo rm /home/nico/.local/share/containers/storage/volumes/kanzelei/_data/build/output.epub
# sudo rm /home/nico/.local/share/containers/storage/volumes/kanzelei/_data/build/output.epub
sudo cp -r . /home/nico/.local/share/containers/storage/volumes/kanzelei/_data/
podman run --rm --volume "kanzelei:/data" pandoc/latex --toc --toc-depth=1 --epub-metadata=metadata.yaml --css=book.css -o myebook.epub --css book.css --toc -N -o build/output.epub src/title.txt src/*.md
podman run --rm --volume "kanzelei:/data" pandoc/latex --toc --toc-depth=1 --epub-metadata=metadata.yaml --css=book.css --resource-path=src/ -o myebook.epub --css book.css --toc -N -o build/output.epub src/title.txt src/*.md

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---
title:
- type: main
text: Abenteuer Kanzlei
text: Abenteuer Kanzlei 2
- type: subtitle
text: Der Fall der Borgis
text: Das Erfundene Land
creator:
- role: author
text: Nicolas Korbel
publisher: Me
rights: © 2023 Nicolas Korbel, License (for example, CC BY-NC)
rights: © 2025 Nicolas Korbel
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# 1. Das Abenteuer beginnt
# Das Abenteuer beginnt
"Morgen ist es endlich so weit", dachte Levina. "Morgen habe ich endlich Geburtstag". Es war die Nacht vor Levinas Geburtstag und Levina hoffte, dass sie alle Geschenke, die sie sich gewünscht hatte, auch bekommen würde. Levina war so nervös, und aufgeregt, dass sie so schnell wie möglich ins Bett wollte. Darum hatte sie sich direkt nach dem Abendbrot die Zähne geputzt, den Schlafanzug angezogen und kroch unter ihre Bettdecke.
Levina lag bereits eine weile im Bett, als ihre große Schwester Ophelia ins Zimmer kam und die Leiter zu ihrem Stockbett hochkletterte. Von oben hörte Levina ihre Schwester fragen: "Weißt du noch vor 3 Jahren an meinem sechsten Geburtstag? Als wir im Verborgenen Land waren?" "Das haben wir uns doch nur eingebildet!", antwortete Levina. "Ich bin mir auch nicht mehr so ganz sicher", erwiderte Ophelia "aber das Amulett, dass ich von Fmi bekommen habe, zeigt, dass es doch wahr gewesen sein muss." Ophelia zog ein Amulett unter ihrem Kissen hervor, das den ganzen Raum erhellte. "Aber warum haben wir dann so lange nichts von unseren Freunden gehört?" wollte Levina von ihrer großen Schwester wissen. "Das kann ich dir nicht sagen. Vielleicht liegt es daran, dass wir umgezogen sind. Ich unsere Freunde von damals wieder gerne sehen! Jetzt schlaf mal. Morgen ist dein Geburtstag. Freust du dich schon?"
@@ -7,7 +7,10 @@ Levina lag bereits eine weile im Bett, als ihre große Schwester Ophelia ins Zim
In der Nacht wurde Levina geweckt. "Klopft da etwas gegen den Rollladen?", fragte sich Levina während sie langsam immer wacher wurde.
"Levina, bist du wach? Hörst du das auch?" flüsterte Ophelia in die Stille sodass Levina zusammenzuckte.
"Ja. Was ist das?" "Ich weiß es nicht. Komm lass uns nachsehen."
![](kapitel1.png)
Levina stand aus dem Bett auf, während Ophelia die Leiter herunterstieg. Es klopfte erneut an den Rollladen. Diesmal etwas fester. "Komm lass uns nachsehen", schlug Levina vor und zog am Rollladenband. Draußen war es Dunkel, die Straßenlaternen warfen ein schwaches Licht auf die Straße. Auf der anderen Straßenseite konnten die Schwestern den Fußballplatz sehen, der nun schwarz dalag. Ansonsten war nichts zu sehen. "Moment, ich habe eine Idee.", Ophelia kletterte auf ihr Bett zurück und holte das Amulett, das sie von der Fee Fmi bekommen hatte unter ihrem Kopfkissen hervor. Sofort wurde das ganze Zimmer hell erleuchtet. Als Ophelia sich dem Fenster näherte, änderte sich die Farbe des Lichtes von einem hellen Gelb zu einem dunklen pink Ton.
"Ophelia, schau mal dein Amulett", sagte Levina und zeigte auf das Amulett. "Was ist hier los? Das hat es ja noch nie gemacht?" Plötzlich gab es einen Schlag gegen das Fenster. Dieses Mal konnten Levina und Ophelia einen kleinen leuchtenden Punkt entdecken. "Das ist Fmi. Los mach das Fenster auf." Levina öffnete das Fenster und der kleine hell weiß leuchtende Punkt, der die kleine Fee war, kam hereingeflogen. Kurz darauf folgten ihr zwei flauschige bunte Bälle. Jedes dieser Fellknäuel hatte große Nasen dort, wo ein Gesicht wäre. "Quatzolottdot?", fragte Levina und zeigte auf einen der kleinen Fellknäuel.
"Höchst persönlich", antwortete das kleine Fellknäuel mit einer Stimme, die sich so anhörte, als wenn sich jemand beim Sprechen die Nase zu hält. "Nett euch endlich wiederzusehen. Wir brauchen ganz dringend eure Hilfe. Das "Erfundene Land" ist in großer Gefahr und wir wissen nicht, wer uns noch helfen kann. Ihr seid unsere letzte Hoffnung."
"Höchst persönlich", antwortete das kleine Fellknäuel mit einer Stimme, die sich so anhörte, als wenn sich jemand beim Sprechen die Nase zu hält. "Nett euch endlich wiederzusehen. Wir brauchen ganz dringend eure Hilfe. Das *Erfundene Land* ist in großer Gefahr und wir wissen nicht, wer uns noch helfen kann. Ihr seid unsere letzte Hoffnung."

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# 2. Wer will ich sein?
# Wer will ich sein?
Quatzlodldot zog zwei Kronen aus Ästen aus seinem Fell hervor. "Legt euch bitte in eure Betten und setzt diese Kronen auf", forderte Quatzolodldot die beiden Schwestern auf. Sofort kletterte Ophelia zurück in ihr Stockbett und Levina kroch in *Betthöhle* unter ihrer Schwester. "Was ist passiert?", wollte Levina von ihren Fabelwesen wissen. "Wir erklären es euch gleich", erwiderte Quatzlodldot. "Geht es den anderen gut?", Ophelia streckte den Kopf von oben herunter und schaute den kleinen Quatzl an. "Ja, aber dazu später mehr. Wir haben nicht viel Zeit", antwortete das kleine Pelzbündel. Ophelia wurde von der kleinen Fee wieder in ihr Bett zurückgezogen.

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# 3. Das erfundene Land
# Das erfundene Land
"Wow", hörte Levina auf einmal hinter sich. Sie drehte sich um und sah ihre Schwester. Über ihrem Kopf schwebte in weißer Schrift der Name "Josefina" und daneben stand eine eins. Levina schaute ihrer Schwester direkt in die Augen. Sie sah genau so aus wie immer. Ophelia starrte Levina an und fragte dann "Levina? Bist du das? Wieso konntest du eine Elfe auswählen? Das gab es bei mir überhaupt nicht zur Auswahl. Das ist ungerecht. Du siehst aber echt cool aus". "Danke. Ich weiß auch nicht warum. Auf einmal konnte ich die Elfe auswählen und sie hat mir sehr gut gefallen", antwortete Levina. "Ja das passt super zu dir, die Goldenden Haare und die spitzen Ohren und wow, deine Augen leuchten ja noch blauer als sonst. Ich hatte überlegt, ob ich nen Troll nehmen soll, aber ich konnte mich nicht entscheiden. Deswegen hab ich dann einfach mich selbst genommen. Aber nun zum wichtigsten: Wo sind wir hier?", wollte Ophelia wissen.
"Ich weiß es nicht", antwortete Levina, "Aber es sieht wunderschön aus. Der Brunnen mit den Delphinen gefällt mir besonders gut."

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# 4. Die Käfer kommen
# Die Käfer kommen
Die ganze Masse aus Orks, Trollen, Maulwürfen, Mäusen, Bären und Magiern rannten auf die beiden Mädchen und Arx zu. Die Menge schrie vor panischer Angst. Hinter der Menge konnte Levina riesige Käfer entdecken. Sie sahen aus wie Mistkäfer nur in Golden und riesengroße. Sie waren mindestens so groß wie Schweine oder Schafe.

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# 5. Die Maus und die Bären
# Die Maus und die Bären
Die Kinder erblickten zwischen den Bäumen zwei riesige braune Fellknäuel. Sie kamen auf die Kinder zu. Es waren riesige braune Bären. Bären so hoch wie Häuser. Sie brüllten Levina und Ophelia in einer enormen Lautstärke an. Levina und Ophelia mussten sich die Ohren zuhalten so laut war es. Die beiden Kinder wollten gerade die Flucht ergreifen, als Arx Kraml die sie an der Schulter festhielt. "Ihr braucht keine Angst zu haben. Das sind doch unsere Freunde. Schaut euch doch die Namen über ihren Köpfen an."
Levina schaute hoch und las über den Köpfen der beiden Bären die Namen Fritz und Dietmar. Sie erblickte auch einen dritten Namen zwischen den beiden Namen Bruno. Sie konnte jedoch kein drittes Wesen sehen. Ophelia schrie ein lautes "häääääh" in den Wald. Levina war genauso verwirrt und sagte: "Waren Fritz und Dietmar nicht 2 Mäuse und war Bruno nicht der große Bär?"
Arx Kraml antwortete mit einem tiefen herzlichen Lachen: "Levina ist doch auch kein Mensch in der erfundenen Welt. Hier kann jeder sein, wer er will und unsere drei Freunde haben sich überlegt, die Rollen mal zu tauschen."
Arx Kraml antwortete mit einem tiefen herzlichen Lachen: "Levina ist doch auch kein Mensch im *Erfundene Land*. Hier kann jeder sein, wer er will und unsere drei Freunde haben sich überlegt, die Rollen mal zu tauschen."
Während Arx das sagte, erkannte Levina, dass auf der Schulter des Bären Dietmar eine kleine graue Maus saß und über dieser Maus war der Name Bruno.
"Jetzt versteh ich es", sagte Levina und ging auf die alten Freunde zu.
"Fritz, Dietmar und Bruno, schön euch wiederzusehen" freute sich Ophelia und rann mit voller Geschwindigkeit in die beiden großen Bären rein, die die Kinder in den Arm nahmen.
"Ist es nicht witzig, dass wir nun die lauten Bären sind und Bruno die kleine Süße Maus?", fragte Dietmar die beiden Mädchen. Levina löste sich aus der Umarmung der beiden Bären und nahm den kleinen Bruno auf die Hand. "Hallo Bruno, ich hab dich wirklich vermisst."
"Wir haben euch auch vermisst. Schön euch wiederzusehen. Schade, dass es auf diese Art und Weise sein muss", piepste die kleine Maus Bruno.
"Was ist denn genau los?", wollte Levina wissen. "Nun es ist so", begann Arx Kraml "das, was ihr hier seht, ist die erfundene Welt von Leva Doleaca. Sie hat sich das hier alles ausgedacht. Der Borgi Zak Bergmurcker hatte sie beauftragt eine Welt zu erschaffen, in der die Massen ruhig gehalten und man super für Produkte werben kann."
"Was ist denn genau los?", wollte Levina wissen. "Nun es ist so", begann Arx Kraml "das, was ihr hier seht, ist das *Erfundene Land* von Leva Doleaca. Sie hat sich das hier alles ausgedacht. Der Borgi Zak Bergmurcker hatte sie beauftragt eine Welt zu erschaffen, in der die Massen ruhig gehalten und man super für Produkte werben kann."
"Nachdem ihr uns befreit habt", fuhr Fritz fort, "konnte sie endlich die Welt erschaffen, die sie wollte. Sie orientierte sich an euren Träumen und wünschen, um in dieser Welt neue Welten zu erschaffen. Somit entstand all das, was ihr hier seht."
"Moment, woher wussten sie, was unsere Träume und wünsche sind?", fragte Ophelia dazwischen. "Nun ähm, das ist...", stotterte Bruno und Arx Kraml kam ihm zu Hilfe "Als wir euch damals teleportiert hatten, konnten wir auch eure Gedanken auslesen. Das war keine Absicht, sondern ein Nebenprodukt der Teleportation. Und als Leva Doleaca frei war und bearbeiten konnte was sie wollte, wollte sich euch ihr größtes Werk widmen. Und so entstand das erfundene Land."
"Moment, woher wussten sie, was unsere Träume und wünsche sind?", fragte Ophelia dazwischen. "Nun ähm, das ist...", stotterte Bruno und Arx Kraml kam ihm zu Hilfe "Als wir euch damals teleportiert hatten, konnten wir auch eure Gedanken auslesen. Das war keine Absicht, sondern ein Nebenprodukt der Teleportation. Und als Leva Doleaca frei war und bearbeiten konnte was sie wollte, wollte sich euch ihr größtes Werk widmen. Und so entstand das *Erfundene Land*."
"Das bedeutet, alles, was wir hier sehen, entspringt unserer Fantasie und Träumen?", fragte Levina und nun fiel ihr auch wieder ein, woher sie den Wald kannte. "Und weil wir damals in eurem Wald waren und wir diesen Wald so Traumhaft schön fanden, gibt es diesen traumhaften Wald von euch nun auch hier?"
"Genau so ist es", sagten Arx, Dietmar, Fritz und Bruno gleichzeitig.
"Und wie können wir euch nun helfen?", wollte Ophelia von den Freunden wissen.
"Diese Käfer, die ihr gesehen habt, wir nennen sie Bugs, sind irgendwann aufgetaucht, wir wissen leider nicht wieso und woher, aber sie machen das Leben hier in der *Erfundene Land* sehr anstrengend. Wenn man durch sie getötet wird, muss man die erfundene Welt für 30 Minuten verlassen und kommt wieder zurück in eine Stadt. Das kann den Spaß in dieser Welt wirklich stören und es werden immer mehr Bugs", erklärte Dietmar den Kindern. "Aber Leva Doleaca muss doch wissen, woher dieses Bugs kommen und wie man sie aufhalten kann?", fragte Levina und zog dabei die Augenbrauen hoch.
"Diese Käfer, die ihr gesehen habt, wir nennen sie Bugs, sind irgendwann aufgetaucht, wir wissen leider nicht wieso und woher, aber sie machen das Leben hier in der *Erfundene Land* sehr anstrengend. Wenn man durch sie getötet wird, muss man das *Erfundene Land* für 30 Minuten verlassen und kommt wieder zurück in eine Stadt. Das kann den Spaß in dieser Welt wirklich stören und es werden immer mehr Bugs", erklärte Dietmar den Kindern. "Aber Leva Doleaca muss doch wissen, woher dieses Bugs kommen und wie man sie aufhalten kann?", fragte Levina und zog dabei die Augenbrauen hoch.
"Und genau das ist das Problem. Seit die Bugs aufgetaucht sind, ist Leva Doleaca verschwunden", piepste Bruno. "Und da dachten wir, dass ihr als ein Abenteuer Detektiv Kanzlei uns helfen könntet."
"Das wollen wir", sagten Ophelia und Levina entschlossen "Aber wie sollen wir Leva Doleaca denn in dieser Welt finden?", sagte Levina.
Arx Kramls Hand glitt in seinen Mantel und es kam eine goldene Platte zum vorschein, als er die Hand wieder herauszog. "Dies ist das Letzte, was uns von ihr geblieben ist." Er reichte Levina und Ophelia die Platte und die Kinder schauten sich die Platte an. Auf der Platte waren Buchstaben eingraviert. Levina las vor, was auf der Platte stand: "Dort wo der Affenvater von den Kindern gelaust wird, gibt es den nächsten Hinweis über die Macht über das *Erfundene Land*. Was soll das nur bedeuten?". Levina blickte mit fragendem Blick zu den Freunden, aber auch die wussten keine Hilfe. "Deswegen haben wir euch geholt", piepste Bruno. "Na dann lasst uns darüber mal nachdenken", sagte Levina entschlossen und setzte sich auf die weiche Wiese unter ihr.

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# 6. Da laust einen der Affe
# Da laust einen der Affe
"Dort wo der Affenvater von den Kindern gelaust wird, gibt es den nächsten Hinweis über die Macht über das *Erfundene Land*", wiederholte Levina den Satz den Leva Doleaca zurückgelassen hatte.
"Vielleicht müssen wir in einen Zoo", überlegt Ophelia laut. "Da es in der erfundenen Welt, die ganze Menschen Welt als Nachbildung gibt, haben wir tausende von Zoos. Wo sollten wir denn da anfangen zu suchen?", brummte Dietmar "Außerdem lausen Affenkinder ihren Vater auch im Dschungel. Damit wird es quasi unmöglich zu wissen, welche Affen die richtigen Affen sind. Wir müssten quasi die ganze Welt absuchen", ergänzte Fritz.
"Aber ihr habt doch gesagt, dass Leva Doleaca viele Gedanken über die erfundene Welt aus unseren Träumen, Gedanken und Erinnerungen gelesen und gebaut hat. Vielleicht sollten wir es mal in unserem Zoo versuchen", dachte Ophelia weiter.
"Vielleicht müssen wir in einen Zoo", überlegt Ophelia laut. "Da es im *Erfundene Land*, die ganze Menschen Welt als Nachbildung gibt, haben wir tausende von Zoos. Wo sollten wir denn da anfangen zu suchen?", brummte Dietmar "Außerdem lausen Affenkinder ihren Vater auch im Dschungel. Damit wird es quasi unmöglich zu wissen, welche Affen die richtigen Affen sind. Wir müssten quasi die ganze Welt absuchen", ergänzte Fritz.
"Aber ihr habt doch gesagt, dass Leva Doleaca viele Gedanken über das *Erfundene Land* aus unseren Träumen, Gedanken und Erinnerungen gelesen und gebaut hat. Vielleicht sollten wir es mal in unserem Zoo versuchen", dachte Ophelia weiter.
"Hm das ist definitiv eine Idee, die man probieren könnte", sagte Arx Kraml und holte wieder einen Stein aus seinem Ärmel.
"Was ist das eigentlich?", wollte Levina von Arx Kraml wissen. "Nun, als ich das 5. Level erreicht hatte, durfte ich mir eine Klasse aussuchen. Eine Klasse gibt einem bestimmte Fähigkeiten. Ich habe mich auf den Teleportmagier spezialisiert, da ich die erfundene Welt bis in das letzte Ende erkunden wollte und dazu schien mir der Teleportmagier genau richtig zu sein. Mit dem Teleportmagier kann ich Portale in verschiedene Welten eröffnen und mich in den Welten teleportieren und auch Freunde durch meine Portale mitnehmen", erklärte Arx Kraml. "Und dies ist mein Portalstein, damit kann ich Portale eröffnen, durch die meine Freunde und ich gehen können".
"Was ist das eigentlich?", wollte Levina von Arx Kraml wissen. "Nun, als ich das 5. Level erreicht hatte, durfte ich mir eine Klasse aussuchen. Eine Klasse gibt einem bestimmte Fähigkeiten. Ich habe mich auf den Teleportmagier spezialisiert, da ich das *Erfundene Land* bis in das letzte Ende erkunden wollte und dazu schien mir der Teleportmagier genau richtig zu sein. Mit dem Teleportmagier kann ich Portale in verschiedene Welten eröffnen und mich in den Welten teleportieren und auch Freunde durch meine Portale mitnehmen", erklärte Arx Kraml. "Und dies ist mein Portalstein, damit kann ich Portale eröffnen, durch die meine Freunde und ich gehen können".
"Ah, sehr interessant. Dürfen wir mit Level 5 auch eine Klasse wählen?", fragte Levina weiter.
"Natürlich, jeder kann eine Klasse wählen sobald er das 5. Level erreicht", je nachdem was für eine Rasse ihr gewählt habt, bekommt ihr unterschiedliche Klassen zur Auswahl. Bei Menschen und Elfen wissen wir leider nicht, was es für Klassen gibt, die gibt es für uns nicht zur Auswahl", piepste Bruno aus der Wiese heraus.
"Was soll das bedeuten ihr könnt keine Menschen und Elfen sein?", wollte Ophelia wissen. "Nun ja, wir sind selbst verwirrt, warum ihr Menschen und Elfe wählen konntet. Bei uns aus dem verborgenen Land gab es das nicht zur Auswahl. Wir konnten nur zwischen den bekannten Wesen wählen."

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# 7. Überall Laser
# Überall Laser
Als Levina und Ophelia durch das Portal schritten, war es erstmal dunkel um sie. Sie hörten erneut die weibliche Stimme die sagte: "Die erste Aufgabe ist, relativ einfache. Ihr müsst nur das Ziel erreichen, ohne die Laser zu berühren." Langsam wurde es hell um die Kinder und sie standen auf einer Insel, die in einem Schwimmbecken stand. Ein riesengroßes Schwimmbecken, von dem man das Ende nicht sehen konnte, egal in welche Richtung die beiden Mädchen schauten. Es war keine normale Insel, wie man sie sich vorstellt, sondern sie bestand aus demselben Boden wie eine Hüpfburg. Sie war grün und hatte 4 von diesen Hüpfburg polstern. Vor ihnen erstreckte sich ein Pfad aus Hüpfburginseln, die alle rot waren und sie konnten Laser erkennen, die auf den Inseln zu sehen. Am Ende des Pfades war wieder eine grüne Insel.
"Meinst du, wir müssen zu der anderen Insel kommen?", fragte Levina Ophelia. Ophelia öffnete gerade den Mund, um ihrer Schwester zu antworten, da erscholl noch einmal die Stimme der Frau "Genau so ist es. Ihr müsst mehrmals zu Zielinseln kommen, und dürft dabei die Laser nicht berühren." "Danke, und was passiert wenn, wir die Laserstrahlen berühren?", wollte Ophelia von der freundlichen Stimme wissen. "Dann müsst ihr nochmal zurück zur letzten Zielinsel."
Levina und Ophelia schauten sich an und freuten sich: "Das ist ja wie das Spiel mit Papa in der VR-Brille, das wir so gerne spielen."
Die beiden Schwestern verließen die grüne Insel, um schnell zur nächsten Insel zu kommen. Doch das war gar nicht so einfach, sie mussten unter den Laserstrahlen durchkrabbeln, sich ganz dünn machen und die Luft anhalten und über Laserstrahlen drüber steigen. Doch sie schafften es, ohne einen Laserstrahl zu berühren zur nächsten grünen Insel. Dort angekommen erscholl erneut die freundliche Frauenstimme: "Das erste Level habt ihr geschafft." Während die beiden Mädchen sich anschauten, ihre Hände zu Fäusten ballten, laut "JA" schrien und ein schallendes High-Five erklangen ließen, verschwand die Startinsel und der Pfad auf dem sie gekommen waren. Nun baute sich vor ihnen ein neuer Pfad auf. Dieser ging aber nicht einfach nur flach gerade aus, sondern es gab Berge und Rutschen. Alles sah wieder aus wie eine riesengroße Hüpfburgenlandschaft. Die Kinder gingen vorsichtig los. Wieder mussten sie kriechen, krabbeln, sich klein und dünn machen und über Laserstrahlen steigen, doch dann ging es einen Berg hoch. Das war gar nicht so einfach, zum einen gab es Laserstrahlen, vor denen man sich in Acht nehmen musste, zum anderen war der Berg doch sehr rutschig und es war gar nicht so leicht dort hochzukommen. Ophelia war bereits oben auf dem Berg, als Levina abrutschte. Sie konnte sich nirgendwo festhalten und sah den Laser, auf den sie zu rutschte, immer näher kommen. "Muss ich gleich nochmal von vorne anfangen?", dachte Levina und der Strahl kam ihr immer näher, doch dann blieb sie auf einmal abrupt stehen. "Hab dich!", sagte ihre große Schwester, die sie an ihrem Pulli zu greifen bekam. Levina bekam wieder halt auf dem Berg und konnte ihren Aufstieg fortsetzen. "Puh das war knapp! Danke!", sagte Levina zu ihrer kleinen Schwester und umarmte sie. "Freu dich nicht zu früh!", sagte ihre Schwester und zeigte auf den vor ihnen liegenden Pfad. Auf der anderen Seite des Berges war eine Rutsche. Die sah nach sehr viel Spaß aus, jedoch waren auf der Rutsche Laser zu sehen, die sich hin und her bewegten. "Wo sollen wir dort nur runterkommen?", wollte Ophelia von Levina wissen. Levina betrachtete die Laserstrahlen. Sie konnte ein Muster entdecken und es gab immer einen Moment, in dem die gesamte Rutsche frei war. "Wenn wir im richtigen Moment rutschen, sollten es klappen. Schau, ich versuch es mal." Levina nahm Anlauf und wartete auf den richtigen Moment, dann sprang sie mit den Füßen voraus auf die Rutsche. Da auch die Rutsche wie eine Hüpfburg war, tat sie sich dabei nicht weh. Sie sauste mit einem Affenzahn die Rutsche runter, genau in dem Moment, als kein Strahl die Rutsche berührte, als sie an den ersten Strahlen vorbeigerutscht war, bewegten sich diese wieder auf die Rutsche zu, und hinter Levina schlossen sich die Laserstrahlen wie eine einstürzende Schlucht. Sie schaffte es um Haaresbreite, erreichte aber das Ende der Rutsche, ohne von einem Laserstrahl getroffen worden zu sein. "Das war toll Levina! Das werde ich genauso machen", jubelte Ophelia ihrer Schwester zu. Sie nahm Anlauf und sprang, anders als ihre Schwester, mit dem Kopf voran die Rutsche runter. Da sie etwas größer und schwerer als Levina war, wurde sie von der Hüpfburg zurück gefedert, wodurch sie ins Rollen geriet und die Rutsche runter kullerte. "Hiiiiiilfeeee!", kicherte Ophelia. Levina fing ihre Schwester am Ende der Rutsche auf, sodass sie nicht in den nächsten Laserstrahl geriet. Die beiden Schwestern mussten sich vor Lachen die Bäuche halten. "Du hättest dich mal sehen sollen", lachte Levina. "Das war echt Filmreif."
Die beiden Schwestern verließen die grüne Insel, um schnell zur nächsten Insel zu kommen. Doch das war gar nicht so einfach, sie mussten unter den Laserstrahlen durchkrabbeln, sich ganz dünn machen und die Luft anhalten und über Laserstrahlen drüber steigen. Doch sie schafften es, ohne einen Laserstrahl zu berühren zur nächsten grünen Insel. Dort angekommen erscholl erneut die freundliche Frauenstimme: "Das erste Level habt ihr geschafft." Während die beiden Mädchen sich anschauten, ihre Hände zu Fäusten ballten, laut "JA" schrien und ein schallendes High-Five erklangen ließen, verschwand die Startinsel und der Pfad auf dem sie gekommen waren. Nun baute sich vor ihnen ein neuer Pfad auf. Dieser ging aber nicht einfach nur flach gerade aus, sondern es gab Berge und Rutschen. Alles sah wieder aus wie eine riesengroße Hüpfburgenlandschaft. Die Kinder gingen vorsichtig los. Wieder mussten sie kriechen, krabbeln, sich klein und dünn machen und über Laserstrahlen steigen, doch dann ging es einen Berg hoch. Das war gar nicht so einfach, zum einen gab es Laserstrahlen, vor denen man sich in Acht nehmen musste, zum anderen war der Berg doch sehr rutschig und es war gar nicht so leicht dort hochzukommen. Ophelia war bereits oben auf dem Berg, als Levina abrutschte. Sie konnte sich nirgendwo festhalten und sah den Laser, auf den sie zu rutschte, immer näher kommen. "Muss ich gleich nochmal von vorne anfangen?", dachte Levina und der Strahl kam ihr immer näher, doch dann blieb sie auf einmal abrupt stehen. "Hab dich!", sagte ihre große Schwester, die sie an ihrem Pulli zu greifen bekam. Levina bekam wieder halt auf dem Berg und konnte ihren Aufstieg fortsetzen. "Puh das war knapp! Danke!", sagte Levina zu ihrer Schwester Ophelia und umarmte sie. "Freu dich nicht zu früh!", sagte ihre Schwester und zeigte auf den vor ihnen liegenden Pfad. Auf der anderen Seite des Berges war eine Rutsche. Die sah nach sehr viel Spaß aus, jedoch waren auf der Rutsche Laser zu sehen, die sich hin und her bewegten. "Wo sollen wir dort nur runterkommen?", wollte Ophelia von Levina wissen. Levina betrachtete die Laserstrahlen. Sie konnte ein Muster entdecken und es gab immer einen Moment, in dem die gesamte Rutsche frei war. "Wenn wir im richtigen Moment rutschen, sollten es klappen. Schau, ich versuch es mal." Levina nahm Anlauf und wartete auf den richtigen Moment, dann sprang sie mit den Füßen voraus auf die Rutsche. Da auch die Rutsche wie eine Hüpfburg war, tat sie sich dabei nicht weh. Sie sauste mit einem Affenzahn die Rutsche runter, genau in dem Moment, als kein Strahl die Rutsche berührte, als sie an den ersten Strahlen vorbeigerutscht war, bewegten sich diese wieder auf die Rutsche zu, und hinter Levina schlossen sich die Laserstrahlen wie eine einstürzende Schlucht. Sie schaffte es um Haaresbreite, erreichte aber das Ende der Rutsche, ohne von einem Laserstrahl getroffen worden zu sein. "Das war toll Levina! Das werde ich genauso machen", jubelte Ophelia ihrer Schwester zu. Sie nahm Anlauf und sprang, anders als ihre Schwester, mit dem Kopf voran die Rutsche runter. Da sie etwas größer und schwerer als Levina war, wurde sie von der Hüpfburg zurück gefedert, wodurch sie ins Rollen geriet und die Rutsche runter kullerte. "Hiiiiiilfeeee!", kicherte Ophelia. Levina fing ihre Schwester am Ende der Rutsche auf, sodass sie nicht in den nächsten Laserstrahl geriet. Die beiden Schwestern mussten sich vor Lachen die Bäuche halten. "Du hättest dich mal sehen sollen", lachte Levina. "Das war echt Filmreif."
Nun war es nicht mehr schwer zur nächsten Zielinsel zu kommen. Wieder ertönte die Stimme der freundlichen Frau "Sehr gut. Nun kommt das letzte Level" Die beiden Mädchen vollführten einen Freudentanz während sich das nächste Level vor ihnen aufbaute. Diesmal bestand der Pfad aus einem Tunnel und die beiden Schwestern konnten keine Laserstrahlen sehen. Sie liefen langsam in den Tunnel rein und auf einmal erschien vor ihnen ein engmaschiges Netz aus Laserstrahlen. "Wie sollen wir dort durchkommen?", dachte Levina. Als sie direkt vor dem Netz standen, versuchten sie sich durch das Netz zu schieben. Ganz vorsichtig Stück für Stück schoben sie sich nach vorne. Die Laser gaben ein Geräusch von sich, wenn man sich ihnen näherte und es war diesmal ohrenbetäubend laut. Auf einmal ertönte eine sehr laute Sirene und der Tunnel wurde in rotes Licht getaucht. Levina drehte sich um und sah, dass sie mit ihrem Hintern den Laser berührt hatte. Aber wie sollte sie da überhaupt durchpassen, das war überhaupt nicht möglich, das ihr Po da durchpasste. "Bitte geht zurück zur letzten Zielinsel", ertönte die freundliche Stimme. Die Mädchen liefen zurück zum Start und dann nochmal zurück zum Tunnel und dem Lasernetz. Dieses Mal war es Ophelia die hängen blieb, aber auch nur, weil Levina noch nicht so weit war. Es war unmöglich durch dieses Netz hindurchzukommen. "Was sollen wir nun machen?", fragte Levina Ophelia, als sie sich wieder von der Zielinsel auf den Weg zum Lasernetz im Tunnel machten. "Lass uns das Netz nochmal genau ansehen. Wenn dies an ein Spiel angelehnt ist, dann muss es irgendwie möglich sein dort hindurchzukommen, wie bei der Rutsche gerade eben", antwortete Ophelia auf die Frage ihrer Schwester.

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# 8. Das nächste Rätsel
# Das nächste Rätsel
Erschrocken sah Arx Kraml die beiden Mädchen an. "Das Portal muss kaputt sein, ihr seid ja gar nicht hindurchgekommen. Ich wusste, das etwas mit diesem Portal nicht stimmt", sagte der alte Magier. "Wir waren weg. Habt ihr das etwa nicht bemerkt? Schaut, was wir mitgebracht haben", antwortete Levina und hielt das goldene Blättchen in der Hand. "Faszinierend, wie hat Leva Doleaca das nur angestellt?", sinnierte Arx Kraml kurz in seinen Bart, um dann mit Begeisterung festzustellen: "Ihr habt den nächsten Hinweis gefunden." Die Kinder wollten gerade antworten, als sie erneut in goldenes Licht getaucht wurden. Vor den beiden Mädchen erschien in der Luft eine Nachricht: "Spezialaufgabe abgeschlossen: direkter Sprung auf Level 20"
"Boah, Level 20. Das ist ja unfair. Ich hab dafür mehrere Wochen gebraucht", piepste Bruno beleidigt. "Das ist jetzt nicht wichtig. Lest vor, was auf dem Zettel steht", ermunterte Arx Levina. Ophelia ließ das Blättchen los und ließ ihre kleine Schwester vorlesen, was darauf stand. "Der nächste Hinweis ist dort, wo einer in der Burg weint. Was könnte damit gemeint sein?", fragte Levina in die Runde. Bruno und Arx schauten die beiden mit großen Augen an. "Und ich dachte, nur der erste Hinweis ist unlösbar für uns. Zum Glück haben wir diese 2 Detektive von der Abenteuerkanzlei hier", freute sich Bruno. "Ihr habt doch sicher schon eine Lösung." "Tatsächlich habe ich eine Vermutung, wo wir hin müssen", ergriff Ophelia das Wort. "Ihr habt gesagt, hier gibt es verschiedene Welten. So gab es die Welt mit dem Delphinbrunnen und jetzt sind wir in einem Nachbau unserer Welt. Gibt es hier denn auch eine Welt, die an die Welt von Ronja Räubertochter inspiriert wurde?"

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# 9. 2 tapferen Ritter
# 2 tapfere Ritter
Levina und Ophelia waren immer noch in Schockstarre, als Bruno, der auf Levinas Schulter saß, ihr am Ohrläppchen zog. "Alles halb so wild. Ihr wisst doch - nach einer halben Stunde können sie wieder zurück zu uns ins *Erfundene Land* zurück", quietschte Bruno. Levina schüttelte ihren Kopf und ihre Schwester klatschte sich mit beiden Händen ins Gesicht. "Du hast recht, wir müssen weitersuchen. Nur Leva Doleaca kann diesen Bugs ein Ende setzen. Von daher müssen wir sie finden", sagte Levina, mehr zu sich, als zu den anderen. Sie war in Gedanken noch immer bei Arx und den beiden Bären. Doch dann trat Ophelia vor sie und packte sie an den Armen. Dies rüttelte Levina endgültig aus ihren Gedanken und sie blickte Ophelia in die Augen. "Wir haben schon schlimmere Dinge hinter uns gebracht. Weißt du noch, als wir im *Verborgenen Land* vom Drachen ins Meer gefallen sind?", sagte Ophelia mit strengem Ton in der Stimme. "Das haben wir auch überstanden und wie werden auch das hier überstehen." Levina nickte und erwidert "Danke. Du hast recht. Wenn es jemand schaffen kann, Leva Doleaca zu finden, dann wir, die Abenteurkanzlei."
Die Mädchen blickten sich um. Sie standen in einem riesigen Wald. In der Ferne auf einem Berg konnten sie eine alte Burg sehen. Es sah so aus, als wäre die Burg in 2 Teile zerbrochen. Einen großen Teil und einen etwas kleineren Teil und in der Mitte klaffte eine riesige Klamm. "Das ist der Höllenschlund!", freute sich Ophelia. "Es ist so cool, dass alles mal in echt zu sehen. Genau so hab ich es mir immer vorgestellt." "Und wie kommst du darauf, dass hier der nächste Hinweis ist?", wollte Levina wissen. "Naja ganz einfach. Als ich noch ganz klein war, und du noch bei Mama im Bauch warst, da habe ich mit Papa immer eine Szene gespielt. Die ging so: Ich hab im Wohnzimmer geweint und Papa musste dann sagen 'Wer weint hier in meiner Burg? Ronja bist du das? Wer hat dir das angetan? Glatzen Per warst du das?' Dabei musste er dann seine Stimme verstellen damit sie wie Matthis klingt, der Vater von Ronja Räubertochter. Und diese Szene haben wir 200 Mal in einer Stunde gespielt, weil es nur um diese eine Szene ging." "Das könnte wirklich sein."
Die Mädchen blickten sich um. Sie standen in einem riesigen Wald. Der Himmel war blau, und die Sonne schien. Hier und dort waren am Himmel ein paar Quellwolken zu sehen. In der Ferne thronte auf einem Berg eine alte Burg, die in zwei Teile zerbrochen war. Einen großen Teil und einen etwas kleineren Teil und in der Mitte klaffte eine riesige Klamm. "Das ist der Höllenschlund!", freute sich Ophelia. "Es ist so cool, dass alles mal in echt zu sehen. Genau so hab ich es mir immer vorgestellt." "Wenn es aus unserer Erinnerung ist, dann ist es logisch, dass es genau so aussieht, wie du es dir immer dachtest. Und wie kommst du darauf, dass hier der nächste Hinweis ist", wollte Levina wissen. "Naja ganz einfach. Als ich noch ganz klein war, und du noch bei Mama im Bauch warst, da habe ich mit Papa immer eine Szene gespielt. Die ging so: Ich hab im Wohnzimmer geweint und Papa musste dann sagen 'Wer weint hier in meiner Burg? Ronja bist du das? Wer hat dir das angetan? Glatzen-Per warst du das?' Dabei musste er dann seine Stimme verstellen damit sie wie Matthis, dem Vater von Ronja, klingt. Und diese Szene haben wir 200 Mal in einer Stunde gespielt, weil es nur um diese eine Szene ging und ich es immer wieder wollte." "Dein armer Vater. Aber es klingt plausibel was du sagst." "Dann lasst uns zur Burg gehen.", ermunterte Levina ihre Gefährten.
Plötzlich flackerte die Sonne über den Mädchen. "Boah das muss ein riesiger Adler sein", stellte Levina fest und blickte in den Himmel, aber die Sonne schien so hell, sodass sie den Vogel nicht richtig erblicken konnte. Ophelia blickte nervös in den Himmel. "Ähm Leute, ich glaube, wir sollten uns besser beeilen. Und uns auf den Weg in den Wald machen und nicht hier auf offener Fläche stehen" "Wieso denn? Ist doch so schön idyllisch hier", antwortete Levina, die nicht verstand, warum ihre Schwester auf einmal so nervös ist.
"Kannst du dich noch an Ronja Räubertochter erinnern?" "Doch natürlich. Ich habe es geliebt, wenn Mama uns das vorgelesen hat." "Und da fällt dir nicht direkt ein, was ein großer Vogel bei Ronja sein könnte?", fragte Ophelia ein wenig genervt. "Du meinst doch nicht etwa eine Wildtrude?" Levina blickt nochmal zum Himmel hoch und nun konnte sie es sehen. Es war kein riesiger Greifvogel, es war ein Wesen mit Flügeln. Ein weiblicher Oberkörper mit Flügel und scharfen krallen an den Adler-ähnlichen Füßen. Der Kopf hatte keinen Schnabel, sondern eine boshafte weibliche Fratze, die die beiden Mädchen angrinste, so als ob sie gerade ihr Mittagessen entdeckt hätte. "Ich denke, sie hat uns entdeckt. Lasst uns schnell in den Wald fliehen", sagte Levina und rannte los in Richtung Wald. Die Wildtrude schoss auf sie hinab. Kurz bevor sie den Wald erreichten, stolperte Levina über eine Wurzel. Doch es war Glück im Unglück, die Wildtrude verfehlte sie durch den Sturz um Haaresbreite. Wenn Levina nicht hingefallen wäre, hätte die Wildtrude sie mit ihren scharfen Krallen erwischt. "Glück gehabt. Das nächste Mal werde ich dich zerfetzen. Arrr!" kreischte die Wildtrude und flog einen Bogen, um erneut anzugreifen. Levina rappelte sich auf und sprintete weiter, die Wildtrude direkt hinter sich. Wieder näherte sie sich und kam Levina immer näher und näher. Kurz bevor sie Levina mit ihren Krallen schnappen konnte, traf sie ein Pfeil direkt in die Brust und der Aufprall des Pfeils schleuderte sie nach hinten. Levina drehte sich um und konnte es nicht glauben. Sie war ein zweites Mal davongekommen. Doch wer hatte sie gerettet. Sie blickte sich um, konnte aber nichts sehen. "Guter Schuss Yassin", sagte auf einmal eine sehr vertraute Stimme. Aus dem Unterholz der Bäume traten auf einmal zwei Ritter hervor. Der eine hielt eine Armbrust in der Hand, der andere ein großes Schwert. Man konnte ihre Gesichter nicht sehen, denn sie waren hinter den heruntergeklappten Visieren ihrer Helme versteckt, aber die Namen über ihren Köpfen konnte vor den beiden Mädchen nicht verbergen, um wen es sich handelte. Ihre Cousins Yassin und Ilyas. "Da seid ihr ja endlich" freute sich Yassin und öffnete sein Visier. "Wir haben hier schon auf euch gewartet. Warum habt ihr diese Trude nicht selbst besiegt?" "Wie sollten wir dieses Monster denn besiegen? Und seit wann könnt ihr mit einer Armbrust und einem Schwert umgehen?", wollte Levina von ihren Cousins wissen. "Ähm", sagte Yassin nur verwirrt. "Ihr seid doch bereits Level 20. Also nochmal deutlich stärker als wir." Nun viel es den beiden Mädchen wieder ein. Sie waren ja schon bereits auf Level 20 und hatten sich damit noch überhaupt nicht auseinandergesetzt. "Ähm, dazu war noch keine Zeit?" erklärte Ophelia mit einem fragenden Ton in ihrer Stimme. "Wir mussten schon einige Rätsel lösen."
"Na dann auf. Das ist so cool. Wie in einem Computerspiel. Habt ihr denn schon eure Klasse gewählt?", fragte Ilyas seine Cousinen. "Ich glaube, ihr müsst uns kurz einiges erklären."

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title: Abenteuerkanzlei 2
subtitle: Das erfundene Land
subtitle: Das Erfundene Land
author: Nicolas Korbel
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