Kapitel 20 fertig
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# Der Besitzer des erfundenen Landes
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Dietmar schritt ruhigen Schrittes durch die Käfer. Levina blickte ihn an und sagte: "Hilf mir, Dietmar, zusammen können wir es vielleicht doch noch schaffen." Der Bär blickte sie angewidert an. "Dietmar? Du denkst doch nicht wirklich, dass ich diese eklige Maus bin", quietschte der Bär auf einmal in einer anderen Stimme. "Was ist los mit dir? Was sagst du da?", fragte Levina verwirrt. Der Bär lachte und grunzte dabei. Dann sprach er: "Haben dir deine Eltern nicht beigebracht, dass du Leuten, die du im Internet kennenlernst, nicht glauben darfst? Hier ist es das Gleiche. Woher willst du wissen, dass Arx Kraml auch wirklich er ist? Du siehst hier nur einen Avatar. Auch du hättest dich zu einem Troll machen können. Was du hier siehst, ist nicht das, was es in der echten Welt sein muss. Genauso wie im Internet, wo dir ein Mensch vorgaukeln kann, er wäre deine beste Freundin. In Wirklichkeit ist es irgendein Kerl, dem langweilig ist." Levina verstand und erwiderte trotzig: "Wer bist du? Was hast du mit Dietmar gemacht?" Dabei stand sie aus dem Matsch auf. "Diese widerliche kleine Maus? Die habe ich gefangen genommen in der echten Welt, damit ich hier ihren Platz einnehmen konnte. Mir war klar, dass Arx Kraml und seine vermaledeiten Freunde sich auf die Suche nach Leva Doleaca machen würden. Da hab ich kurzerhand beschlossen, mich einzuschleusen. Wer ich bin, willst du wissen? Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Zak Bergmurcker." Der Bär verneigte sich vor Levina und machte dabei mit seiner Hand eine Bewegung, als würde er einen Hut von seinem Kopf für die Verbeugung ziehen. "Ich bin der Besitzer des erfundenen Landes."
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"Das erfundene Land gehört niemandem, so haben es mir meine Freunde gesagt", schrie Levina den Bären an. "Tz, tz, tz", antwortete der Bär, "das ist so nicht richtig. Bevor ihr kamt und uns Borgis entmachtet hattet, habe ich Leva Doleaca für teures Geld beauftragt, mir dieses Land zu bauen. Stell dir nur vor, ich hätte den Wesen des verborgenen Landes hier Dinge verkaufen können, Dinge, die ich aus dem Nichts hätte erschaffen können. Ich wäre der reichste und mächtigste Borgi des ganzen verborgenen Landes geworden."
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"Warum geht es bei euch immer nur um Geld?", wollte Levina wissen. "Habt ihr denn nichts anderes im Leben als Geld, Geld, Geld?", fauchte sie Zak Bergmurcker an. Der Bär knurrte: "Natürlich nicht, wer Geld hat, hat Macht und Macht ist das Wichtigste Nun kann ich endlich diese Maskerade aufgeben. Ich fühle mich sehr unwohl in diesem ekligen, pelzigen Körper." Der Umriss des Bären flackerte und auf einmal verwandelte sich der Bär. Vor Levina stand nun ein kleines rosa Schwein. Es trug auf dem einen Auge ein Monokel, war in einen schwarzen Frack mit Fliege gekleidet und hielt in der rechten Hand einen schwarzen Stab, an dessen oberem Ende ein riesiger Diamant zu sehen war. Auf dem Kopf trug das Schwein einen Zylinder. Vor Levina stand das perfekte Abbild eines Borgis.
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"Wie hast du das gemacht?", wollte Levina wissen. "Als ich Leva Doleaca dafür beauftragt hatte, mir dieses Land zu bauen, habe ich immer mal wieder Tests machen dürfen, um den Fortschritt zu betrachten. Dabei hat sie mir ein paar Rechte und Fähigkeiten gegeben, die sie mir nie wieder weggenommen hatte. Somit verfüge ich immer noch über diese Fähigkeiten. Zum Beispiel kann ich mich in jede Art von Wesen verwandeln, wobei diese hier natürlich die beste Form ist. Außerdem kann ich Gegner heraufbeschwören und kontrollieren", erläuterte Zak Bergmurcker. Levina verstand nun alles. Warum die Käfer immer dort auftauchten, wo sie nach Hinweisen gesucht hatten. Wieso sie im Serengeti Park ihre Ruhe hatten, da Dietmar, Zak Bergmurcker, nicht wusste, wo sie hin sind. Das wusste nur Arx Kraml. Zak Bergmurcker war die ganze Zeit dabei und beobachtete sie und griff sie immer wieder an.
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Levina hob den Bogen und zielte mit ihrem Pfeil auf Zak Bergmurcker. Der blieb ganz ruhig stehen und sagte im fiesen Ton: "Na, na, na, das würde ich lieber sein lassen. Wenn ich erledigt bin, wer hält dann die Käfer zurück, sodass sie dich nicht angreifen?" Er lachte. "Das bedeutet, man kann dich besiegen? Du bist nicht unsterblich?", fragte Levina. "Das ist korrekt. Hier im erfundenen Land ist niemand unsterblich, nicht einmal Leva Doleaca. Deswegen hat sie sich vor mir versteckt. Und du wirst mich jetzt genau zu ihr führen, damit ich mein Eigentum endlich zurückbekomme." Er lachte und grunzte dabei. Levina fühlte eine vertraute Stimme in ihrem Kopf. Katzi war noch da. Aber was sollte ihr das bringen? Sie blickte verzweifelt in den Himmel. Was sie dort sah, versetzte sie in Erstaunen. Der letzte Zauber, den ihre Schwester vorbereitet hatte, schien noch funktioniert zu haben. Über ihr im Himmel war ein riesiger Meteorit, der immer näher kam. "Danke, Ophelia, du bist die Rettung", dachte sie und hatte eine Idee. Mental gab sie Katzi den Befehl, sich auf einen Kampf vorzubereiten.
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"Du denkst doch nicht wirklich, dass ich dich zu Leva Doleaca führe. Eher werde ich hier besiegt. Und dann kommen wir wieder. Mit noch mehr Verbündeten." Zak Bergmurcker lachte erneut. "Was wollt ihr gegen mich machen? Ich kann so viele von diesen Bugs rufen, wie ich will. Die Zahl ist endlos, so wie mein Geld, das ich bald wieder machen werde, wenn du mich zu Leva Doleaca bringst. Auf jetzt, meine Geduld ist langsam am Ende."
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Der Meteroit stand kurz vor dem Einschlag, so dass er einen Schatten auf Levina und Zak Bergmurcker warf. "Du hast nur eine Kleinigkeit übersehen?" Der Borgi schaute Levina verwirrt an. Levina lächelte und zeigte mit ihrem Finger nach oben. Zak Bergmurcker folgte ihrem Blick und erstarrte. "Nein", grunzte er. Levina rief laut "Jetzt!". Katzi, die sich unsichtbar in ihrer Nähe aufgehalten hatte, sprang nach vorne und erledigte mit einem gezielten Biss Zak Bergmurcker. Die Käfer, die nun nicht mehr unter seiner Kontrolle standen, gingen sofort in den Angriffsmodus und erledigten Katzi. Nun war Levina ganz alleine mit einer Horde von Bugs.
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Levina rannte so schnell sie konnte weg. Der riesige Meteorit, den ihre Schwester beschworen hatte, schlug genau dort ein, wo sie und Zak Bergmurcker gerade eben noch diskutiert hatten. Ein gewaltiger Knall ertönte und Levina wurde durch den Aufschlag des Meteoriten durch die Luft geschleudert. Fast alle Bugs wurden beim Aufprall erledigt, auch Levina verlor einige ihrer Lebenspunkte. Sie hatte noch 4 Punkte von 500 übrig. "Das ist nicht viel", dachte sie. Dennoch rappelte sie sich auf. Glücklicherweise war sie genau zu dem Klettergerüst geflogen, unter dem der Hohlraum ist. Sie rannte die letzten Schritte zum Eingang. Dabei musste sie mit einem Rad durch mehrere Käfer durchturnen und rutschte dann mit dem Kopf voran in den Hohlraum. Direkt vor Levina erschien ein Portal. Die Bugs waren zu groß und konnten nicht in den Hohlraum gelangen, aber die Beiswerkzeuge begannen bereits, den Eingang größer zu machen. Levina ließ sich keine Zeit und sprang in das Portal.
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